Starwood Annies Song, oder wie ein Pferd aus England nach Norddeutschland kam!
Am 23. November war es endlich soweit. Chris und Les Reading brachten "Starwood Annies Song" aka Annie zu mir.
Seit dem Sommer war ich auf der Suche nach einem kleinen Fohlen für mich. Nachdem ich mir verschiedene
Rassen angeschaut hatte, bin ich eigentlich per Zufall auf Morgan Horses gekommen. Nachdem ich bei Susen Fischer
in Hamburg war und mir ihre Morgans angeschaut hatte, wusste ich, ein Morgan sollte es sein. Ich begab mich
also auf die Suche und wand mich an die BMHS ( British morgan Horse Society). Die Registratur wird dort geführt von
Chris Reading. Sie gab mir einige Adressen, offerierte aber auch gleichzeitig ihr diesjähriges Fohlen.
Ihre erste Frage war aber, wie ich zu Pferden komme, wieviel Erfahrung ich habe usw. Da ich im Englischen
eigentlich nicht so stark bin, dachte ich erstmal, wow das wird jetzt etwas problematisch. Aber ich konnte
anscheinend alles soweit erklären. Nachdem wir einige Male gemailt hatten und Chris mir einige Bilder geschickt
hatte, entschied ich mich für ihr Fohlen. Nun mussten wir die Modalitäten des Transportes klären. Chris
entscheid sich letzlich dafür, die Kleine selber vorbei zu bringen.
Darüber war ich sehr glücklich und Chris ebenso. So konnte sie sich die neue Heimat ihrer Kleinen anschauen
und einmal Deutschland besuchen, was, wie sie erzählte, schon länger eines ihrer Wünsche war.
Für den 23. November fanden wir einen gemeinsamen Termin. Nachdem Chris und Les die Nacht bei Stefanie und
Markus Niggemeier verbracht hatten, verabredeten wir uns an einer Tankstelle. Als wir zum Treffpunkt kamen, waren Chris
und Les schon da. Das erste, was meine Frau und ich sahen, war ein kleiner Kopf, der mir aus dem Anhänger
entgegen schaute. Leider hatten wir keine Kamera dabei, denn das war ein Bild, das ich nie vergessen werde.
Meine Kleine war endlch da und begrüßte mich auch noch!
Nachdem wir auch Chris und Les begrüßt hatten, fuhren wir zu dem Stall, in dem Annie ihre Kindheit
verbringen soll. Dort angekommen ,stellten wir sie in ein Paddock, wo sie zunächst sechs Tage verbringen musste ,
um sich zu akklimatisieren. Chris und Les zeigten mir noch, was sie Annie schon alles beigebracht haben.
Und ich muss sagen, für ihr Alter hat sie schon wirklich viel gelernt. Nachdem der Tierarzt da war und kurz
schaute, ob sie alles gut überstanden hatte, ließen wir Annie auch erstmal in Ruhe.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder zu ihr. Zunächst putzten wir sie ein wenig. Danach gingen wir in die
Halle und ließen sie ein wenig laufen. Und ich muss sagen, wow, ihre Bewegungen sind wirklich wunderschön.
Sie hat ein wahnsinnig ruhiges Gemüt und ist wirklich unerschrocken. Ich weiß jedenfalls, das sie genau die
Richtige ist.
Ihre Kindheit soll sie nun mit 13 anderen Stutfohlen verbringen. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten,
zumindest aus menschlicher Sicht, hat sie sich nun gut eingelebt und genießt ihre Zeit mit den anderen Fohlen.
Da ich die Woche über leider nicht zu Hause bin, konnten wir Chris und Les leider nur zwei Tage bei uns aufnehmen.
Ich hoffe aber, sie haben die wenn auch nur kurze Zeit bei uns genossen. Zumindest von den typisch deutschen Essen
(Grünkohl mit Pinkel und Leberkäse mit Brezeln), was wir ihnen anboten, waren sie sehr angetan.
Ich hoffe, wir können Chris und Les nächstes Jahr einmal einen Gegenbesuch abstatten.
Sobald Annie etwas älter ist, hoffe ich, sie einmal bei einem Morgan-Horse-Treffen vorstellen zu können.